Delegation Poker – Empowerment

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Ich habe früher gerne das Modell der Situativen Führung nach Hersey und Blanchard angewandt. Im Wesentlichen wurde da in vier verschiedene Führungsstile unterschieden.

1.            Unterweisen

2.            Verkaufen

3.            Partizipieren

4.            Delegieren

Das Ziele sollte sein, in Anhängigkeit des Reifegrades des Mitarbeiters die Ebene 4 zu erreichen.

In der neueren Zeit hat dieses Modell allerdings seine Beschränkungen und ich habe nach einem erweiterten Führungsansatz gesucht. Denn:

Heutzutage ist es notwendig, dass Entscheidungen schnell und vor allem dort getroffen werden, wo Kompetenz und Expertise liegen. In einem hierarchischen System sind die Entscheidungsträger nicht immer im Thema und können die eigentliche zu entscheidende Situation unter Umständen nicht richtig einschätzen und entscheiden.

Ich wurde dann fündig bei Jurgen Appelo, der das Spiel „Delegation Poker“ entwickelte. Ihr kennt Jurgen vielleicht schon von den Moving Motivators.

„Delegation Poker“ bietet eine Möglichkeit, sich spielerisch mit den verschiedenen Stufen der Delegation von Entscheidungen auseinanderzusetzen. Die vier Stufen des Situativen Führens wurden um 3 weitere ergänzt.

Die sieben Ebenen der Autorisierung

  1. Verkünden (Tell) Kommuniziere deine Entscheidung
  2. Verkaufen (Sell) Überzeuge deine Mitarbeiter
  3. Befragen (Consult) VOR der Entscheidung Input vom Team holen
  4. Sich einigen (Agree) Entscheide gemeinsam mit dem Team.
  5. Beraten (Advice) Berate das Team im Entscheidungsprozess
  6. Erkundige ( Inquire) Fordere Feeback nach dem Teamentscheidung ein
  7. Delegiere (Delegate) kein Einfluss, das Team entscheidet

Die Karten findest Du kostenfrei auf der Website www.management30.com.

Zum Spiel

Jeder Spieler erhält einen Kartensatz der Delegation Poker Karten. Dann werden einzelne zu klärende Fragestellungen erzählt.

So eine Fragestellung könnte zum Beispiel sein:

Toolwechsel: Dein erfahrenes Entwicklungsteam will die Standard-Entwicklungsumgebung des Unternehmens abschaffen und zu einer anderen Umgebung wechseln, die nach ihrer Meinung für die laufenden Projekte besser geeignet ist. Welches Delegationslevel soll das Entwicklungsteam erhalten?

Oder ein anderes Beispiel:

Mitarbeitereinstellung: Du möchtest die Teammitglieder bei der Einstellung neuer Kollegen*innen beteiligen. Welche Autorität übergibts Du Ihnen bei der Entscheidung über neue Mitarbeiter*innen?

Jeder Spieler überlegt sich nun im Stillen, welches das passende Delegationslevel bei dieser Entscheidung darstellt und legt seine Karte verdeckt ab. Wenn sich alle Spieler entschieden haben, werden die Karten aufgedeckt. Die Spieler mit den jeweils höchsten und niedrigsten Werten begründen nun ihre Entscheidung. Danach wir diskutiert und das Team versucht einen gemeinsamen Konsens zu finden.

Fazit:

Delegation ist ein schrittweiser Prozess. Ihr gebt die Verantwortung kontrolliert und schrittweise an andere Menschen ab.

Delegation ist kontextabhängig. Ihr solltet so viel wie möglich delegieren, aber wenn Ihr zu weit geht, könnte sich ein Chaos entwickeln.

Mit „Delegation Poker“ wird spielerisch mehr Transparenz über Entscheidungenprozesse hergestellt. Durch das Kartenspiel können außerdem Diskussionen im Team gestartet werden, welche die Selbstorganisation des Teams fördert und Sicherheit über Entscheidungsstrukturen schafft. Gute Erfahrungen habe ich in unseren Workshops gemacht, wenn „erfahrene Manager“ mitgespielt haben und ihre zum Teil von der Teammeininung abweichenden Delegationslevel erklärten.

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Der Autor

Rolf Kersten hat mehr als 27 Jahre Erfahrung in internationalen Firmen als Manager & Führungskraft. Seit 2008 ist er selbstständiger Trainer und Coach. Aufgrund seiner Fachkenntnisse und seiner langjährigen beruflichen Tätigkeit weiß er sehr genau, was die Menschen speziell in Medien und IT Unternehmen bewegt. Dieses breite Erfahrungsspektrum ermöglicht es ihm, als Beraterund Trainer schnell Themen und Heraus-forderungen zu erfassen, sie zu analysieren und daraus notwendige Entwicklungsschritte abzuleiten bzw. nachhaltig zu trainieren. Dabei steht der Mensch bei ihm im Vordergrund.

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