Konflikt im Team – wie löst man das?

Konflikte im Team lösen
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Das Betriebsklima und auch die Fertigstellung von Projekten leiden maßgeblich unter einem Streit oder einem Konflikt im Team. Zunächst sind Konflikte innerhalb des Teams aber normal. Fast tagtäglich trifft man auf die eine oder andere Unstimmigkeit untereinander. Das können zwischenmenschliche Probleme sein, ungleiche Ansichten über die Abwicklung einer Arbeit oder eine gefühlte ungerechte Positionsverteilung im Team. Das alles ist aber lösbar. Man sollte diese Hindernisse aber unbedingt ansprechen, um die alte Gruppendynamik wiederherzustellen.

Problematisch kann dabei oft allein das Erkennen des Konfliktes sein.

Denn nicht jeder Streit wird durch laute, gereizte Sprache und die Wahl von gezielt verletzenden Worten ausgetragen. Auch subtilere Zeichen wie ein abfälliges Lächeln, das kritische Hochziehen einer Augenbraue oder genervtes Augenverdrehen sind oftmals ein Hinweis auf bestehende Problematiken innerhalb der Gruppe. Des Weiteren gehören soziale Handlungen auch zu den Anzeichen eines Konfliktes. So werden gerne die vermeintlichen „Schädlinge” ausgegrenzt, gemieden oder gar ganz ignoriert. In Gesprächen werden diese nicht nach ihrer Meinung gefragt, während des Sprechens unterbrochen oder immer in allen eingebrachten Punkten niedergemacht.

Angriffe auf körpersprachlicher Ebene verletzen mehr als eine direkte Konfrontationen. Das ist so, weil sie dem Betroffenen das Gefühl geben, dass alle anderen sich zusammen gegen ihn stellen würden.

Erfolgen keine Schritte zur Konfliktlösung, wird der Working Flow maßgeblich gefährdet.

Das Leistungsniveau sinkt. Es entsteht nicht nur zwischen den Streitparteien Misstrauen, sondern auch in der gesamten Gruppe, da suggeriert wird, so gehe man hier also mit Konflikten um. Aus dem Grund empfiehlt es sich dringend, Raum dafür zu schaffen, konstruktiv Kritik bei Bedarf zu äußern und dabei stets den persönlichen Rahmen außen vorzulassen.

Als erste Maßnahme sollte man, insofern es sich um einen verbalen Schlagabtausch handelt, einschreiten.

Die Streitenden sollten erinnert werden, dass das Team gemeinsame Werte vertritt und nur in Zusammenarbeit Höchstleistungen erbringen kann. Unterschiedliche Meinungen sind normal. Aber als Team sollte man diese unter Zugrundelegung von gegenseitigem Respekt vorbringen anstatt einen persönlichen Bezug zu dem Konfliktpunkt zu entwickeln.
Nun kann man als Streitschlichter agieren. Die Punkte beider Parteien können mit Ruhe und Sorgfalt wiederholt werden. Empathie ist hier das Stichwort. Man sollte sich zusammensetzen und dann aktiv an einer Lösungsfindung arbeiten. Mit ewigen Anklagen sollte man sich nicht aufhalten, sondern das Ende des Streits ins Auge fassen.

Nicht immer sind Konflikte im Team sichtbar

Sind ein Konflikt weniger sichtbar sein, sollte man auch diesen keinesfalls ignorieren, sondern diese unausgesprochene Spannung im Team direkt ansprechen. Denn oft sind solche Probleme tiefgehender und emotionaler als Probleme, die sich auf der fachlichen Ebene abspielen. In einem Vieraugengespräch könnte man zunächst die Beteiligten separat nach der eigentlichen Problematik fragen. Oft wird dies mit einem Emotionsausbruch verbunden sein, aber genau das ist wichtig, um weiter an der Optimierung des betrieblichen Ablaufes und der Zusammenarbeit zu feilen. Missverständnisse können so geschickt geklärt und in Zukunft verhindert werden. Ein (sachlicher) Konflikt sollte jederzeit auch als positive Möglichkeit der Weiterentwicklung gesehen werden.

Unsere Tipps für dich, wenn es um die Lösung eines Team-Konfliktes geht, sind folgendermaßen aufzufassen:

  • Sprich es an. Vermeide eine unsachliche Diskussion und verletzende Handlungen gegenüber Teammitgliedern. Du löst das, indem du die Vorfälle nicht ignorierst, sondern die Probleme bei der Wurzel packst.
  • Du führst das Gespräch bei einem Konflikt. Überlass das nicht den beiden gegenüberstehenden Parteien selbst. Weitere Konfrontationen während der Schlichtung darfst du nicht zulassen. Trotzdem sollte jedem Beteiligten die Möglichkeit gewährleistet werden, seinen Standpunkt zu erläutern ​– ​aber sachlich und auf Fakten bezogen.
  • Eine Mitschrift hilft oft dabei, einen Überblick über die Situation zu bewahren und Missverständnissen aufgrund von Formulierungen aus dem Weg zu gehen.

Im Prinzip ist auch die Lösung von Konflikten einfach nur Übung. Basis, damit dies gelingt, ist jederzeit die Richtung auf einheitliche Ziele, Werte und eine Etablierung eines langfristigen Wir-Gefühls. So stellst du einen respektvolle Umgang mit Problemen und Hindernissen sicher.

Hier findest du einen Kurs, wie du ein schwieriges, konfliktbeladenes Gespräch erfolgreich führst.

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Photo by Richard Lee on Unsplash

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Der Autor

Kai Boyd ist ausgebildete Führungskraft und zeigt Unternehmern und Einzelkämpfern, wie sie ihre Führung verbessern können. Seit 1989 führt er Teams, Abteilungen, Bereiche und als Geschäftsführer auch Firmen für Konzerne, den Mittelstand und Start-ups, darunter PricewaterhouseCoopers, die Deutsche Telekom, Telefonica, deal united, Twilio, weg.de und viele mehr. Er lebt mit seiner Familie derzeit in München, glaubt an tägliches Jogging am Morgen und schätzt gutes Essen in guter Gesellschaft.