Moving Motivators: Werte & Intrinsische Motivation

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In der Motivationsforschung unterscheidet man zwischen Extrinsische Motivation und Intrinsische Motivation.

  • Extrinsische Motivation ist auf ein konkretes Ziel oder Ergebnis gerichtet. Es handelt sich meist um externe Belohnungen wie Zahlungen oder Boni. Diese Form des Antriebs wird von außen bewirkt. Extrinsische Motivatoren funktionieren nicht immer, bzw. nutzen sich auch schnell ab, da schon nach kurzer Zeit das höhere Gehalt oder der neue Bonus als gegeben gesehen werden.
  • Intrinsische Motivation ist darauf ausgerichtet, in der Handlung selbst Tätigkeitsanreize zu finden Es ist diese aus sich selbst entstehende Motivation, die uns zu Höchstleistungen antreibt und uns über Widerstände hinweghilft. Intrinsisch motivierte Menschen wollen eine Sache von sich heraustun und diese voll und ganz beherrschen.

Basierend auf der Arbeit der Verhaltensforscher Steven Reiss „Das Reiss Profile“, Daniel Pink „Drive -Was Dich wirklich motiviert“ und Edward Deci „Handbook of Self-Determination Research“ entwickelte Jurgen Appelo das Kartenset der Moving Motivators. Dabei fokussierte er sich auf die Motivatoren, welche im Arbeitskontext eine Rolle spielen.

Mit den Moving Motivators findest Du heraus, was Dich wirklich motiviert. Du bekommst Klarheit über deine intrinsischen Bedürfnisse und Werte. Und als Teamübung erfährt ein Team, welche gemeinsamen Motivatoren und Werte es hat.

Insbesondere wenn eine organisatorische Veränderung ansteht, kannst Du mal überprüfen, wie sich die Motivation im Team bezogen auf die neue Situation ändert. Netter Nebeneffekt: Jedes Teammitglied erfährt auch wieder etwas über sich selbst

Diese Moving Motivators sind unter dem Akronym CHAMPFROGS (Curiosity, Honor, Acceptance, Mastery, Power, Freedom, Relatedness, Order, Goal, Status) zusammengefasst.

CHAMPFROGS Motivators

  • Curiosity (Wissbegierde): Ich möchte viele Dinge untersuchen, lernen und ausprobieren.
  • Honor (Ehre): Meine persönlichen Werte spiegeln sich in meinem Arbeitsumfeld wieder und fördert meine Loyalität.
  • Acceptance (Anerkennung): Die Menschen um mich herum schätzen was ich tue und wer ich bin.
  • Mastery (Perfektionierung): Meine Arbeit fördert und fordert meine Kompetenzen, übersteigt aber meine Fähigkeiten nicht.
  • Power (Einfluss): Es gibt genug Möglichkeiten für mich auf das Einfluss zu nehmen, was um mich herum passiert. 
  • Freedom (Freiheit): Bezüglich meiner Arbeit und Verantwortung bin ich unabhängig von Anderen.
  • Relatedness (Verbundenheit): Ich habe gute soziale Kontakte zu den Menschen in meinem (Arbeits-)Umfeld.
  • Order (Ordnung): Es gibt ausreichend Regeln und Vereinbarungen für eine stabile Umgebung.
  • Goal (Sinnerfüllung): Mein Lebenssinn spiegelt sich auch in meiner Arbeit wieder.
  • Status: Meine Position ist gut und von den Menschen, die mit mir arbeiten anerkannt.

Übung: “Moving Motivators”

Hier findest Du die Karten zum Downloaden: https://management30.com/practice/moving-motivators/#download

Druck sie auf festem Papier und schneide sie dann aus. Beschäftige Dich zuerst mit den 10 Karten. Lese Dir die Beschreibungen genau durch.

Dann bringe die Moving Motivators Karten in eine für Dich sinnstiftende Reihenfolge. Beginne dabei links mit dem Motivator, der für Dich am wichtigsten ist. Lege dann die übrigen Motivatoren in absteigender Wichtigkeit nach rechts weiter. Achte bitte darauf, dass Du die Karten horizontal nebeneinander legst. Wenn Du mit einigen Motivatoren nichts anfangen kannst, darfst Du diese gerne aus dem Spiel nehmen. Wenn Du fertig bist mache ein Foto mit dem Handy.

Denke nun an eine wichtige Veränderung in deinem Arbeitsleben (z.B. Wechsel in eine andere Position).

Bewege nun die Karten nach oben, wenn sich diese Veränderung auf den Motivator positiv auswirkt oder schiebe sie nach unten, wenn Auswirkung negativ ist. Wenn sich nichts ändert, bleibt die Karte liegen.

Wenn Du die Übung im Team durchführst, beschreibt jedes Teammitglied 1 bis 2 seiner Veränderungen.

Als Führungskraft nutze ich die Moving Motivators auch im Mitarbeitergespräch. So erfahre ich was meinen Mitarbeiter wichtig ist und sie motivierst. Und wenn Du wissen möchtest, welches deine Antreiber sind, dann schau mal hier: https://highperforming.team/innere-antreiber-weshalb-du-die-dinge-so-tust

Wir wünschen Dir viel Spaß und gute Erkenntnisse.

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Der Autor

Rolf Kersten hat mehr als 27 Jahre Erfahrung in internationalen Firmen als Manager & Führungskraft. Seit 2008 ist er selbstständiger Trainer und Coach. Aufgrund seiner Fachkenntnisse und seiner langjährigen beruflichen Tätigkeit weiß er sehr genau, was die Menschen speziell in Medien und IT Unternehmen bewegt. Dieses breite Erfahrungsspektrum ermöglicht es ihm, als Beraterund Trainer schnell Themen und Heraus-forderungen zu erfassen, sie zu analysieren und daraus notwendige Entwicklungsschritte abzuleiten bzw. nachhaltig zu trainieren. Dabei steht der Mensch bei ihm im Vordergrund.

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