Wie baut man im Team Vertrauen auf?

Vertrauen aufbauen
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Kaufst du gerne in Läden ein, in denen ständig Streit in der Luft liegt? Oder würdest du deine Finanzen einem Team in die Hand geben wollen, das nicht an Spitzen spart? Oder noch besser: Würdest du dich gern von einem zerstrittenen OP-Team operieren lassen? Sicher nicht. Aber wie kann man im Team Vertrauen aufbauen?

Man sagt, der Fisch stinkt vom Kopf und genau da geht deine Arbeit als Führungskraft los. Denn Harmonie und Vertrauen bauen sich beileibe nicht von alleine auf. Da sind Fingerspitzengefühl und Konsequenz, aber auch Durchhaltevermögen gefragt. Mit diesen acht Strategien kannst du auch auf Dauer Vertrauen im Team aufbauen.

1. Gemeinsame positive Erfahrungen schaffen Vertrauen

Wenn dein Team dich kennt und du deine Teammitglieder auch kennst, könnt ihr euch gegenseitig gut einschätzen. Dadurch weiß der Mitarbeiter, mit welchen Reaktionen er rechnen kann, wenn er ein bestimmtes Verhalten zeigt. Je öfter er erleben durfte, dass er dir vertrauen kann, umso stärker wird auch das Vertrauen werden – gegenseitig.
Stell dir einmal vor, dein Mitarbeiter präsentiert dir eine Idee. Wenn du sie auf Umsetzbarkeit prüfst und auch deinen Vorgesetzten gegenüber transparent bleibst, von wem diese Idee kommt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass dein Mitarbeiter dir wieder vertrauen wird. Denn jetzt weiß er, dass du dich fair verhalten und nicht seine Lorbeeren einstreichen wirst.

2. Vertrauen schafft Vertrauen

Ein gewisser Vertrauensvorschuss deinerseits kann nie schaden. In einem Umfeld des Misstrauens kann sich kein Vertrauen im Team aufbauen. Wenn du andersherum deine Mitarbeiter kleinschrittigst kontrollierst, musst du dich nicht wundern, wenn sie ständig Winkelzüge anwenden, um sich deiner Kontrolle zu entziehen. Wenn du jedoch dein Vertrauen anfangs verschenkst, werden sich deine Mitarbeiter entspre- chend vertrauensvoll verhalten, um diese Atmosphäre aufrecht zu erhalten.

3. Vertrauen durch Transparenz

Sorge dafür, dass alle Teammitglieder verstehen können, wie Entscheidungen zustande kamen. Das gelingt am besten, wenn klar wird, dass im Interesse aller gehandelt wird und die Führungskräfte nicht nur ihren eigenen Vorteil im Auge haben.

4. Räum Handlungsspielräume ein

Sorge dafür, dass deine Mitarbeiter im Rahmen eines Projekts gewisse Bereiche haben, über die sie selbst zu entscheiden haben. Denn wenn du deine Mitarbeiter durch engmaschige Kontrollen an dich bindest, sorgt das nicht etwa für eine tolle Zusammenarbeit, sondern eher dafür, dass der Mitarbeiter dir misstraut. Gerade

langjährige Mitarbeiter hoffen darauf, dass du ihnen zutraust, die Dinge im Sinne des Unternehmens zu entscheiden. Wenn du ihnen diese Freiheiten verschaffst, kannst du davon ausgehen, dass sie sich vertrauenswürdig verhalten und dir im Zweifelsfall auch gern vertrauen.

5. Geh mit Fehlern fair um

Du hast deinem Mitarbeiter Freiräume eingeräumt und nun ist etwas schiefgelaufen? Führe faire Gespräche und findet gemeinsam heraus, wie es das nächste Mal besser laufen kann. Verlier dich nicht in Vorwürfen, sondern erkundige dich beim Mitarbeiter, welche Hilfe er das nächste Mal von dir braucht. Dann weiß dein Mitarbeiter, dass er dir durchaus vertrauen kann und wird sich entsprechend verhalten.

6. Sorge für erfüllbare Versprechen

Egal, ob es um Urlaub, Beförderung oder Weiterbildung geht – versprich nur Dinge, die du vorhast, einzuhalten und die du dann auch tatsächlich einhalten kannst. Es bringt deinem Mitarbeiter gar nichts, wenn du ihn durch falsche Versprechungen motivierst. Wenn du aktuell – warum auch immer – keine Möglichkeit siehst, ihn zu befördern oder das Geld für Weiterbildungen gerade nicht so locker sitzt, dann sprich mit ihm. Er wird dein Vertrauen zu schätzen wissen. Das ist allemal besser als ein Mitarbeiter, der über eine lange Zeit durch falsche Versprechungen bei der Stange gehalten wurde und dann frustriert ist.

7. Konsequenz als Vertrauensbasis

Konsequenz ist in diesem Sinne als eine positive Charaktereigenschaft zu verstehen. Denn es geht darum, dass du bestimmte Reaktionen allen Mitarbeitern gegenüber zeigst und niemanden bevorzugst oder benachteiligst. Dann werden dir deine Mit- arbeiter vertrauen, weil sie wissen, dass sich bestimmte Reaktionen nicht gegen sie persönlich richten.

8. Interessiere dich für dein Team

Keine Sorge – es geht nicht darum, jedermanns bester Freund zu werden. Aber jeder Mitarbeiter ist – neben der bezahlten Ressource Manpower – auch noch ein Mensch aus Fleisch und Blut. Wenn du echtes Interesse an deinen Teammitgliedern zeigst, ruhig auch einmal außerhalb des Arbeitsumfeldes, werden sie dir deutlich leichter vertrauen.

Zugegeben: Das Vertrauen im Team aufzubauen ist eher ein Marathon als ein Sprint. Die Ergebnisse können sich, wenn du am Ball bleibst, aber auf jeden Fall sehen lassen.

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Photo by Joshua Hoehne on Unsplash

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Der Autor

Kai Boyd ist ausgebildete Führungskraft und zeigt Unternehmern und Einzelkämpfern, wie sie ihre Führung verbessern können. Seit 1989 führt er Teams, Abteilungen, Bereiche und als Geschäftsführer auch Firmen für Konzerne, den Mittelstand und Start-ups, darunter PricewaterhouseCoopers, die Deutsche Telekom, Telefonica, deal united, Twilio, weg.de und viele mehr. Er lebt mit seiner Familie derzeit in München, glaubt an tägliches Jogging am Morgen und schätzt gutes Essen in guter Gesellschaft.